Aus dem Alltag der Schule

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Grosser Chor Kanti Olten - O som do Brasil

Der Klang Brasiliens

Am 12. und 13. Mai füllten feurige, perkussive und energiegeladene Klänge die Schützi in Olten: Der grosse Chor der Kanti Olten mit rund 130 Schülerinnen und Schüler des Wahlpflicht- und Schwerpunktfaches Musik sowie eine Band bestehend aus Instrumentallehrpersonen der Kanti und den drei brasilianischen Musikern Wellington Soares (Perkussion), Marcelo Figueiredo (Gitarre) und Eduardo Penz (Bass) präsentierten das Programm „O som do Brasil”. Die Stimmung in der vollbesetzten Schützi war fröhlich, das Publikum sang, tanzte und klatschte mit. Julia Bilen und Ines Küttel führten durch das vielfältige Programm bestehend aus brasilianischen Musikrichtungen wie Samba, Bossa Nova, Choro und Xote. Zahlreiche Gesangssoli überraschten das Publikum. Marcos Gonzalez (Projekt- und Chorleitung) gelang es eindrücklich, seine musikalischen Wurzeln und das Feuer wie auch die sinnlichen Klänge der brasilianischen Musik hörbar zu machen.  In den Proben sagte er immer: „Man kann diese Musik nicht steif singen, der Körper muss mitmusizieren.“ Die Wirkung dieses Gedankens war während des gesamten Abends spürbar, sowohl auf der Bühne als auch im Publikum.

Text: Emily Lang

Foto: Andreas Gysin

Das Sozialpraktikum der FMS an der Kanti Olten

Der Schüler Teyssier Abidi (F24c) fotografiert sich während seinen Arbeiten im Stall
Der Bauernhof von Vishalinie Nadarasalingam (F24c)
Der Bauernhof von Vishalinie Nadarasalingam (F24c)

Im Rahmen ihrer Ausbildung absolvierten die FMS-Klassen F24a, F24b und F24c Ende April 2026 ihr zweiwöchiges Sozialpraktikum. Diese ausserschulische Tätigkeit ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen tiefen Einblick in andere Berufsfelder und stellt sie vor wertvolle Herausforderungen fernab des gewohnten Schulalltags. Bereits früh im Schuljahr wurden die Schüler/-innen in einer Informationsveranstaltung von Konrektorin Penelope Paparunas dazu aufgefordert, ihren Praktikumsaufenthalt eigenständig zu organisieren – ein erster wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Die Wahlmöglichkeiten waren dabei vielfältig: In Zusammenarbeit mit AgriViva nutzte ein Grossteil der Schüler/-innen die Gelegenheit, den Alltag auf einem Bauernhof kennenzulernen. Alternativ organisierten einige Jugendliche ihre Einsätze selbstständig in sozialen Institutionen wie beispielsweise Alters-, Pflegeheimen, Kinderkrippen oder Sonderschulen.  
Im März 2026 fand zudem ein Vorbereitungshalbtag fürs Sozialpraktikum an der Kantonsschule Olten statt und es waren auch bekannte Sozialinstitutionen wie Arkadis und Jugendhilfe / Suchthilfe Ost geladen, die spannende Einsichten in ihre vielfältigen Tätigkeitsfelder boten.
Während des Sozialpraktikums schliesslich tauchten die Schüler/-innen in eine völlig neue Welt ein, geprägt von neuen sozialen Gegebenheiten und ungewohnten Aufgaben. Dabei wurden die Schüler/-innen sehr unterschiedlich eingesetzt, wodurch jede und jeder ganz persönliche und einzigartige Eindrücke sammeln konnte. 
Diese Zeit war weit mehr als nur eine Abwechslung zum Unterricht: Die vielfältigen Herausforderungen, denen die Jugendlichen begegneten, stärkten sie nicht nur mit Blick auf ihre spätere berufliche Laufbahn, sondern förderten vor allem ihre Persönlichkeitsentwicklung, ihre Resilienz und ihre Gesellschaftsreife, indem sie ihnen ermöglichten, an ihren Erfahrungen zu wachsen und sich selbst besser kennenzulernen. 
Um diese wertvollen Erfahrungen nachhaltig zu verankern, wurde während des Praktikums ein persönliches Arbeitsjournal geführt, welches an einem anschliessenden Reflexionshalbtag zu einem Praktikumsbericht aufbereitet wurde. Der Reflexionshalbtag fand in Zusammenarbeit mit der Stiftung IdéeSport an der Kantonsschule Olten statt. 
Egal, welche individuellen Wege die Schüler/-innen in diesen zwei Wochen gegangen sind – die gesammelten Eindrücke werden ihnen zweifellos in Erinnerung bleiben. Es sind Erfahrungen, die sie als Persönlichkeiten wachsen lassen und die sie als wertvollen Schatz mit auf ihren weiteren Lebensweg nehmen. 
 

Text: Mauro Kiener und Penelope Paparunas

Prämierung der besten FMS-Abschluss- und Maturaarbeiten

Die Konrektorin Aline Müller begrüsst das Publikum.
Lucien Hagmann bekommt zusätzlich die Auszeichnung der AG Umwelt überreicht vom Konrektor Thomas Henzi.
Die Preisträgerinnen 2026 (von links nach rechts): Elanur Gültekin, Emily Lang, Aurelia Trivigno, Clemens Droste, Suvirr Malli, Moritz Gächter, Marya Al-Adilee, Dario Nebiker, Lia Muzzarelli, Lucien Hagmann.

Das Haus der Museen in Olten empfing in diesem Jahr zur Abschluss- und Maturarbeitsprämierung. Nach einleitenden Worten vom Leiter Samuel Furrer begrüsste Aline Müller, verantwortliche Konrektorin der Kanti Olten, alle Anwesenden. Sie übergab das Wort an Marie-Thérèse Rudolf von Rohr, die mit der Jury die eingereichten Arbeiten gesichtet und daraus zehn Dossiers ausgewählt hatte. Das Spektrum der ausgewählten Arbeiten, einige davon in Englisch verfasst, ist gross:  Von biologischen und physikalischen Untersuchungen im Labor über Feldstudien in der näheren oder weiteren Umgebung bis zur Gegenüberstellung von historischen Texten, der literarischen, gestalterischen oder musikalischen Neukompositionen von Werken oder der Aufklärung und Vermittlung einer Krankheit war alles vertreten.

Die Ausgezeichneten, KollegInnen, Familien und Betreuungspersonen lauschten gespannt den einleitenden Worten der verschiedenen Jurymitglieder, die anhand ihrer Fachgebiete die Arbeiten eingehend studiert hatten und deren Qualitäten in einer kurzen Rede zusammenfassten. Die PreisträgerInnen traten danach selbst ins Rampenlicht, um auf spontane Fragen der Jurymitglieder einzugehen. Der Preis, gesponsert vom «Verein Ehemaliger der Kantonsschule Olten», wurde von der Präsidentin Géraldine Studemann zusammen mit Blumen übergeben. Eine besondere Auszeichnung durfte Lucien Hagmann entgegennehmen: Für seine Untersuchung zum Stand des Steingletschers überreichte ihm Konrektor Thomas Henzi den Preis der AG Umwelt, ein Halbtax-Abonnement.

Nach dem obligaten Fototermin der Prämierten wurde beim anschliessenden Apéro im «Magazin» angestossen. Neben Erleichterung und Freude über die Auszeichnung lag beim Apéro auch etwas Melancholie in der Luft – werden die MaturandInnen ja nur noch wenige Wochen an der Kanti sein. Wir wünschen ihnen für die Zukunft, dass sie sich weiterhin so leidenschaftlich ihren Projekten widmen.

 

Die prämierten Arbeiten:

Marya Al-Adilee, Effects of Silicone-Based Culture; Substrates on Myofibroblast Activation …

Clemens Droste, Pachelbel-Kanon in D-Dur, ein Arrangement für vier Bläser

Moritz Gächter, Optimising the Overnight Rail Experience – A Novel Design Concept for a Sleeper Carriage

Elanur Gültekin, Alltag und Erinnerung im Konzentrationslager; ein Vergleich zweier Holocaust-Überlebender

Lucien Hagmann, Gletscherstand-Rekonstruktion am Steingletscher; lichenometrische Untersuchung und Methodenvergleich im Gletschervorfeld

Emily Lang, Von Fäden und Knoten – Ein Theaterstück über Schwesterlichkeit

Suvirr Malli, Heat in Motion: Experimental, Analytical and Simulation-Based Investigation of the One-Dimensional Heat Equation

Lia Muzzarelli, Vom Konzeptalbum zur Kurzgeschichte: American Idiot im Fokus

Dario Nebiker, Ausbreitungspotenzial gebietsfremder Pflanzenarten

Aurelia Trivigno, Endometriose – Aufklärung an Schulen

Spannende Eindrücke aus dem KSA

Die Klassen F23a, F23c und F23s besuchten am vergangenen Donnerstag das Kantonsspital Aarau. Der Besuch diente dazu, theoretische Inhalte aus dem Unterricht mit praktischen Erfahrungen zu verbinden und den Schülerinnen und Schülern verschiedene Berufsbilder im Spital näherzubringen. 

Während der Führung durch das Spital lernten die Klassen unterschiedliche Bereiche kennen – darunter Pflegeabteilungen, diagnostische Stationen und organisatorische Einheiten. Fachpersonen erklärten anschaulich, wie vielfältig die Aufgaben im Gesundheitswesen sind und wie eng verschiedene Berufsgruppen zusammenarbeiten, um eine professionelle und liebevolle Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen.

Besonders eindrücklich war für viele Lernende, wie anspruchsvoll und gleichzeitig abwechslungsreich der Alltag im Spital ist. Sie erhielten Einblicke in typische Tätigkeiten der Pflege, erfuhren mehr über medizinisch-technische Berufe und konnten Fragen zu Ausbildungswegen, Anforderungen und Arbeitsbedingungen stellen. Dadurch wurde deutlich, welche Kompetenzen im Berufsfeld Gesundheit zentral sind: Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsstärke und Belastbarkeit.

Der Besuch im KSA war für die Klassen eine wertvolle Erfahrung. Er half ihnen, ihr Berufsfeld besser zu verstehen und mögliche berufliche Perspektiven zu erkennen. Mit neuen Eindrücken und einem vertieften Verständnis für die Arbeit im Spital kehrten die Schülerinnen und Schüler nach einem spannenden Donnerstagnachmittag zurück.

Text: Alexis Tafener